Einspeisevergütung Photovoltaik

Die EEG Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen haben sich im Jahr 2016 nicht verändert. Für PV-Anlagen die ab Mai 2017 ans Netz gehen bzw. bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden gehen sinkt die Einspeisevergütung leicht. Seit Februar 2017 wird die Vergütung für eingespeisten Solarstrom wieder vom Zubau ermittelt. Der Zubau in Deutschland bis 31. März 2017 betrug 41,547 MWp. Die Vergütungen gemäß §49 EEG 2017 ab Mai 2017 sind in der untestehenden Tabelle aufgeführt.
Von Januar bis September 2017 wurden in Deutschland schon gut 1,3 GW zugebaut.

Hintergrund des EEG-Änderungsgesetz

Der Bundesverband Solarwirtschaft nahm dazu wie folgt Stellung: „Das vom Bundestag verabschiedete EEG-Änderungsgesetz stärkt die Solarenergie. Es lohnt sich wieder, in die Photovoltaik zu investieren. Die Anzahl neu installierter Solarstromanlagen könnte 2017 erstmals seit fünf Jahren wieder spürbar wachsen. Dies erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) vor dem Hintergrund der gestern vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Nachbesserungen am EEG 2017.“

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht quartalsweise die Summe der installierten Leistung aller geförderten Photovoltaikanlagen in Deutschland, die zur Ermittlung und Veröffentlichung der für das Folgequartal geltenden Vergütungssätze für PV-Anlagen nach § 31 EEG 2014 dienen. Dabei werden Korrekturmeldungen zu bereits veröffentlichten Monatswerten berücksichtigt.

Der Zubau im Bemessungszeitraum der Degressionsberechnung liegt unter dem Zubaukorridor. Die Degression zum 1. Mai 2017, 1. Juni 2017 und zum 1. Juli 2017 beträgt jeweils 0,25%

Die nachfolgende Tabelle enthält die diesem Wert zugrundeliegenden, teilweise korrigierten Monatswerte sowie die für das Folgequartal geltenden Vergütungssätze für PV-Anlagen.

Vergütungssätze bei Inbetriebnahme ab Januar 2017 bis Juli 2017 für Anlagen, die keine Erlöse aus der Direktvermarktung (verpflichtend ab 100 kWp Nennleistung) erzielen.

Typische Photovoltaik Anlage bis 9,99 kWp und ab 10 kWp

Photovoltaik Einspeisevergütung 2015 – Dachanlagen bis einschließlich 10 kWp installierter Leistung werden in der Regel auf Ein- bis Zweifamilienhäusern oder Mietshäusern installiert. Sie erhalten den höchsten Einspeisevergütungssatz von 12,40 Cent / kWh (06.2015). Solarstrom aus Dachanlagen bis 10 kWp wird bis zu 100% der Anlagenleistung vergütet – um jedoch die günstigen Einspareffekte gegenüber extern bezogenem Strom zu nutzen, empfehlen wir den Eigenverbrauch von 40% der Anlagenleistung oder mehr.

Photovoltaik Einspeisevergütung für Anlagen, die ab dem 01.01.2015 in Betrieb genommen werden:
Zeitraum bis 9,99 kWp bis 40 kWp
ab 01.07.2018* 12,20 11,87
ab 01.03.2018* 12,20 11,87
ab 01.02.2018* 12,20 11,87
ab 01.01.2018* 12,20 11,87
ab 01.12.2017* 12,20 11,87
ab 01.11.2017* 12,20 11,87
ab 01.10.2017* 12,20 11,87
ab 01.09.2017* 12,20 11,87
ab 01.08.2017* 12,20 11,87
ab 01.07.2017* 12,20 11,87
ab 01.06.2017* 12,24 11,90
ab 01.05.2017* 12,27 11,93
ab 01.04.2017* 12,30 11,96
ab 01.03.2017* 12,30 11,96
ab 01.02.2017* 12,30 11,96
ab 01.01.2017* 12,30 11,96
ab 01.12.2016* 12,31 11,97
ab 01.11.2016* 12,31 11,97
ab 01.10.2016* 12,31 11,97
ab 01.09.2016* 12,31 11,97
ab 01.08.2016* 12,31 11,97
ab 01.07.2016* 12,31 11,97
ab 01.06.2016* 12,31 11,97
ab 01.05.2016* 12,31 11,97
ab 01.04.2016* 12,31 11,97
ab 01.03.2016* 12,31 11,97
ab 01.02.2016* 12,31 11,97
ab 01.01.2016* 12,31 11,97
ab 01.12.2015* 12,31 11,97
ab 01.11.2015* 12,31 11,97
ab 01.10.2015* 12,31 11,97
ab 01.09.2015* 12,31 11,97
ab 01.08.2015* 12,34 12,00
ab 01.07.2015* 12,37 12,03
ab 01.06.2015* 12,41 12,06
ab 01.05.2015* 12,44 12,09
ab 01.04.2015* 12,47 12,12
ab 01.03.2015* 12,50 12,15
ab 01.02.2015* 12,53 12,16
ab 01.01.2015* 12,56 12,22

*) Die Basis-Degression der Vergütungssätze beträgt monatlich 0,25%.
Degressionsberechnung nach § 49 EEG 2017 Abs. 3 in Abhängigkeit vom Zubau.

Alle Angaben ohne Gewähr!

Anmerkung: Für die Berechnung der Vergütung einzelner Anlagen gilt auch weiterhin, dass die einzelnen aufgeführten Vergütungssätze anteilig für den jeweiligen Leistungswert der Anlage bemessen werden (Mischkalkulation der jeweiligen Vergütungsklassen nach Anlagenleistung).
Die Anlagenkategorie des Marktintegrationsmodells (größer 10 – 1.000 kWp) stellt eine scharfe Grenze dar (keine Mischkalkulation). Das heißt, für eine 11 kWp bzw. 999 kWp Anlage gilt das Modell und für eine 9 kWp bzw. 1.001 kWp gilt es nicht.

Photovoltaik Einspeisung oder Eigenverbrauch?

Sollten Photovoltaikbetreiber sich für die Volleinspeisung (kein Nutzung des selbst produzierten Strom, als mit Stromzukauf) oder für den Eigenverbrauch (mit Überschuss-Einspeisung) entscheiden?

Photovoltaik-Einspeisevergütung

Einfamilienhaus mit Photovoltaik

Beides ist lukrativ:

  • Über 20 Jahre erhalten Besitzer von Photovoltaikanlagen die Ein­speise­vergütung, die ab der Inbetriebnahme der PV-Anlage gilt, eine feste Vergütung für eingespeisten Strom – sie bietet den Betreibern risikofreie und krisenfeste Sicherheit für ihre Investition.
  • Sind die Strompreise jedoch höher – das heißt, sind die möglichen Einspareffekte höher als die Einspeisevergütung -, empfiehlt sich unter finanziellen Gesichtspunkten ein möglichst hoher Selbstverbrauch des Eigenstroms.

Eine effektive Erhöhung des Eigenverbrauchs erwirkt man mit Solarstromspeicher-Systemen – die seit Mai 2013 von der Bundesregierung gefördert werden.
Zudem empfiehlt es sich, den Verbrauch im Haushalt zu kontrollieren und zu managen – das heißt schlicht und einfach, den Haushaltsstrom zu den Spitzenzeiten der PV-Stromproduktion zu verbrauchen. Zum Beispiel, ihre Waschmaschine erst ab vielleicht 11.00 Uhr, den Trockner bis spätestens 16.00 Uhr laufen lassen, den Herd tagsüber nutzen.
Der Rest des Eigenstroms kann dann für Abends, Nachts und/oder Frühmorgens gespeichert werden.

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Gut

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